Anti-Kodex Fotoaktion

Moin,

wir möchten alle diejenigen aus unserem schönen Weserstadion, die dem Fan-Ethik-Kodex kritisch gegenüber stehen darum bitten, sich vor dem Spiel gegen die Wolfsburger an einer Fotoaktion zu beteiligen. Wir treffen uns dazu um 13:00 Uhr auf dem Osterdeich beim Stadionbad.
Wir zählen auf eure Unterstützung.

NEIN ZUM KODEX!

Grün-Weiße-Grüße,

Wanderers Bremen, Ultra‘Boys, HB- Crew

Fankodex = Die Lizenz zum Fahnen schwenken!

Am Sonntag beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart führten wir erneut eine Aktion gegen den Fan-Ethik-Kodex durch.

Zunächst präsentierten wir das Spruchband „Fankodex = Die Lizenz zum Fahnen schwenken“. Hiermit wollen wir u. a. darauf aufmerksam machen, dass der Fan-Ethik-Kodex aus unserer Sicht überspitzt gesagt, lediglich eine Erlaubnis zum Fahnen schwenken darstellt. Wer größere Schwenkfahnen über 1,50m in die Ostkurve des Weserstadions nehmen will, braucht einen „Fahnenpass“. Dieser wurde bereits vor Jahren eingeführt. Seit Beginn dieser Saison erhalten ausschließlich Fans einen „Fahnenpass“, die den Kodex unterschrieben haben.
Des Weiteren präsentierten wir ungefähr zur Mitte der 2. Halbzeit ein großes „Unser Ideal“ -Spruchband, dass von einem kleinen Fahnenmeer abgerundet wurde. Eine laute und bunte Kurve voller Fahnen und Doppelhalter stellt für uns das ideale Bild einer Fankurve dar. Die Einschränkungen, unter denen wir aufgrund der Nicht-Unterschrift des Kodexes leiden müssen, machen es uns immer schwerer unser Idealbild der Ostkurve zu verwirklichen. Diese Einschränkungen zeigten sich am Sonntag, als wir die ursprünglich anders geplante Aktion nicht vollständig durchführen konnten…

Ultra‘Boys, HB-Crew, Wanderers Bremen

Nein zum Kodex! …und was es damit auf sich hat

Wir sind die Ultra‘Boys Bremen, die HB´ Crew und die Wanderers Bremen und gehören zur aktiven Bremer Fanszene. Wir unterstützen unseren geliebten Sportverein immer und überall. Fußball ist unser Leben!
Wir investieren eine Menge Zeit und Herzblut in und für den Verein, woraus eine spezifische und emotional gefärbte Sicht der Angelegenheiten resultiert.
Darüber hinaus verbindet unsere drei Gruppen aber noch eine Sache, die uns von den anderen Gruppen in Bremen unterscheidet:

Wir haben den Fan-Ethik Kodex nicht unterschrieben!

    Was ist der Kodex?

Der Fan-Ethik-Kodex wurde im Jahre 2007 in Anlehnung an den Fifa-Ethik-Kodex von Werder entwickelt. Dieser ging in kompletter Eigenarbeit einiger Funktionäre des Vereins von statten. Die Fans wurden hierbei nicht in die Arbeit am „Fan“-Ethik-Kodex eingebunden. Interessant, wenn man bedenkt, dass ein offizielles Ziel des Kodexes die Förderung der Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Fans bzw. den Fangruppen sein soll. Der Inhalt bezieht sich u.a. auf Themen, wie einen respektvollen Umgang mit unseren und den gegnerischen Fans oder die Ablehnung von Diskriminierung und Gewalt. Fanclubs, die den Kodex unterschreiben, erhalten im Gegenzug sogenannte Vergünstigungen, die Selbstverständlichkeiten der letzten Jahrzehnte darstellten. Daraus ergibt sich, dass Werder im Falle einer Nicht-Unterschrift diese Selbstverständlichkeiten entzieht. So entfallen uns Vergünstigungen im Rahmen von Dauerkarten, Karten für Auswärtsspiele, Arbeitskarten, Fahnenpässe, das Recht auf Kommunikation mit der Geschäftsführung und jegliche Unterstützung vom Verein.
Wir stellen uns die Frage, warum Selbstverständlichkeiten für den Fan plötzlich von Werder erlaubt werden müssen?

    Welchen Sinn erfüllt der Kodex?

Dem regelmäßigem Stadiongänger dürfte auffallen, dass dem Inhalt des Kodexes bereits mit dem Kauf und der Benutzung der Eintrittskarte zugestimmt wird, da die Inhalte des Kodexes ohnehin nahezu identisch mit der Stadionordnung sind. Daraus folgt, dass eine Unterschrift aus rechtlicher Sicht keine Bedeutung hat. Aus unserer Sicht liegt die Motivation von Werder vor allem darin, ihr positives Image in der Öffentlichkeit zu pflegen. Für uns ist fraglich, in wie weit ein Kodex Menschen motivieren kann, sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen. Sinnvoller ist aus unserer Sicht die von Werder geleistete Aufklärungsarbeit. Eine Unterschrift kann dies nach unser Meinung nicht alleine leisten. Es scheint, als würde Werder sich damit in der Öffentlichkeit als „sozialer“ Verein profilieren wollen. Der Inhalt kann ebenso nicht das Ziel sein, denn einige Fans und Fanclubs haben sich die Möglichkeit eingeräumt, einige Passagen des Kodexes zu ändern, wodurch sich die Allgemeingültigkeit verliert. Die Grundfunktion eines Kodex ist jedoch ein allgemeingültiger Anspruch, der sich aus allen Beteiligten ergibt und somit für diese Bestand hat.

    Warum haben wir den Kodex nicht unterschrieben?

Weil wir es nicht können! Uns geht es weniger um den Inhalt des Kodexes, sondern um die Tatsache, dass wir unabhängig vom Verein agieren möchten. In den vergangenen Jahren zeigte sich anhand diverser Ereignisse, dass die Vereinsführung beim Thema Fanarbeit nicht vertrauenswürdig ist. Keiner kann uns durch eine Unterschrift bevormunden. Wir sind Fans, die einen Großteil ihrer Zeit, Geld und Nerven in ihren Verein investieren. Wir fühlen uns als Teil des eigenen Vereins und möchten auch so wahrgenommen werden. Wir sprechen von unserem Verein, wenn wir gewinnen; wir sprechen von unserem Verein, wenn wir verlieren. Zudem würden wir unserem Freiheitsgedanken, den wir als Ultras haben, durch die Unterschrift widersprechen.
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich klarstellen, dass nicht die im Kodex aufgeführten Verhaltensregeln der Grund für unsere Nicht-Unterschrift waren und sind. Auch ohne Unterschrift des Fan-Ethik-Kodex respektieren wir alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität.
In diesem Punkt könnten wir den Kodex unterstützen, jedoch ist für uns nicht hinnehmbar, dass das Auspfeifen des Schiedsrichters, Gesänge und Spruchbänder gegen den ungeliebten Gegner vom Verein als Diskriminierung definiert werden.
Es geht uns besonders um menschliche Faktoren, wie Vertrauen und Wertschätzung, die für uns als aktive Fans seit Ende der 90er Jahre nicht mehr bestehen. Die Art und Weise, wie der Kodex entwickelt und eingeführt wurde, widerspricht in unseren Augen dem eigentlichen Zweck dieses Kodexes, nämlich der besseren Kommunikation zwischen Fans und Geschäftsführung.
Wir sehen uns außer Stande, unsere emotional gefärbten und deshalb unvorhersehbaren Verhaltensweisen durch den Kodex reglementieren zu lassen. Seit Beginn dieser Saison versucht der Verein durch Sanktionen jeglicher Art, uns zu einer Unterschrift des Kodexes zu bewegen.

    Welche Folgen resultieren aus der Nicht-Unterschrift des Fan-Ethik-Kodexes für uns?

In der Anfangszeit bereitete uns die Nicht-Unterschrift kaum Probleme. Einzig von dem ohnehin schon zu geringe Kartenkontingent, dass den Ultra-Gruppen zur Verfügung steht, durften wir nicht mehr profitieren. Die Wanderers Bremen führten drei große Kurvenshows bei den DFB Pokal Finals 2009 und 2010 in Berlin, sowie dem Europapokal Endspiel 2009 in Istanbul, durch.
Mitten in den Vorbereitungen für die Finalchoreo in Berlin (Ende der Saison 2009/2010) kam es jedoch zu ersten Androhungen von Sanktionen, angesichts der nicht geleisteten Unterschrift. Seit Beginn der Saison 2010/2011 wurden die Androhungen erstmals verwirklicht, indem der Verein den Wanderers die Anmeldung von Choreos verweigerte. Diese sind jedoch bei Heim- und Auswärtsspielen zwingend notwendig. Zudem werden ihnen Transparente und jegliche optische Aktionen, wie z.B. Schwenkfahnen über 1,50m nicht mehr genehmigt. Die Teilnahme an dem neu eingerichteten Fan-Beirat, der zur besseren Kommunikation zwischen Fans und Verein beitragen soll, wird ebenfalls verwehrt.
Bis dato betrafen diese Einschränkungen nur die Wanderers, allerdings haben seit kurzer Zeit ebenso die HB´ Crew und die Ultra‘Boys mit den o.g. Sanktionen zu kämpfen.
Wir finden es demütigend unsere eigene Fahnen ins heimische Stadion „schmuggeln“ zu müssen. Wir fühlen uns vom Verein ausgegrenzt und unwillkommen in unserer eigenen Kurve.
Die Unterstützung, den Fanatismus und die Hingabe, die wir dem Verein eigentlich widmen möchten, wird uns durch die Nicht-Unterschrift des Kodexes und der daraus resultierenden Sanktionen verwehrt.

    Was wollen wir mit den Aktionen erreichen?

Wir wollen uneingeschränkt Choreos durchführen und den Verein so unterstützen, wie er es verdient. Es liegt uns am Herzen auf fankulturelle Angelegenheiten, wie z.B. Kartenpolitik oder Anstoßzeiten, Einfluss zu nehmen, Fahnen zu schwenken, Transparente zu präsentieren und kritische Meinungen frei äußern zu dürfen. Wir fordern einen fairen Umgang mit allen Beteiligten. Wir fordern eine angemessene Anerkennung und Wertschätzung für die Bemühungen von uns Fans.
Vor allem wollen wir mit diesen Aktionen eine öffentliche Diskussion über den Kodex anstoßen und alle Beteiligten für unsere Sichtweise der Thematik zu sensibilisieren. Wir werden mit weiteren Aktionen gegen diese Umstände und den Kodex kämpfen.


In diesem Sinne: NEIN ZUM KODEX!

Ultra‘Boys Bremen, HB´ Crew und Wanderers Bremen

Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren

Bericht der „Wanderers Bremen“ für den Erhalt der Fankultur Blog

Bei unserem Heimspiel am 12. Spieltag gegen den 1.FC Köln präsentierten wir, die Wanderers Bremen in Zusammenarbeit mit den Ultra‘Boys Bremen und der HB Crew, drei große Spruchbänder mit der Aufschrift: „Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren – Nein zum Kodex!“.

Unsere Aktion war gegen den Fan-Ethik Kodex von Werder Bremen gerichtet. Genauer gesagt: Gegen den Fan-Ethik Kodex der Vereinsführung. Diese Abstufung ist uns sehr wichtig, der Verein sind wir ja schließlich alle!

Der Kodex ist ein von Werder Bremens Offiziellen aufgesetztes Schreiben, welches von allen Fanclubs unterzeichnet werden muss. Der Inhalt bezieht sich auf Themen, wie einen respektvollen Umgang mit den Fans oder die Ablehnung von Diskriminierung und Gewalt. Ausschließlich Fanclubs, die den Kodex unterschrieben haben, bekommen Vergünstigungen im Rahmen von Dauerkarten, Karten für Auswärtsspiele, Arbeitskarten und andere Unterstützung vom Verein.

Wir, die Wanderers Bremen, die Ultra‘Boys Bremen und die HB Crew, haben den Fan-Ethik Kodex nicht unterschrieben. Dies lässt sich beispielsweise mit der Tatsache begründen, dass wir keine Geschäftspartner sind, denen man einfach einen „Vertrag“ zum unterschreiben vorsetzt. Wir sind Fans, welche selbst Teil des Vereins sind. Der Kodex wurde ganz alleine von offizieller Seite aufgesetzt, ohne Mitspracherecht derer, die es betrifft. Des weiteren brauchen wir nichts zu unterschreiben, dessen Inhalt für uns selbstverständlich ist. Außerdem steht der Kodex im Konflikt mit dem Freiheitsgedanken, den Ultras nun einmal haben.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich klarstellen, dass nicht die im Kodex aufgeführten Verhaltensregeln der Grund für unsere Nicht-Unterschrift waren und sind. Auch ohne Unterschrift des Fan-Ethik-Kodex respektieren wir alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität.

Aufgrund unserer Nicht-Unterschrift haben wir vermehrt Probleme und Einschränkungen. Es werden zum Beispiel keine Choreos mehr von Werder Bremen genehmigt bzw. an die anderen Vereine weitergeleitet. Selbst das Anmelden von Bannern gehört der Vergangenheit an. Außerdem bekommen wir keinen Fahnenpass mehr, weshalb wir keine Schwenkfahnen über 1,50 Meter mit ins Weserstadion bekommen. Eintrittskarten für unsere Gruppe gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr und zu ,,Gesprächsrunden“ mit dem Verein wird man auch nicht mehr eingeladen. Durch die Spruchbänder wollen wir einfach auf unsere Situationen aufmerksam machen.

Da wir die Spruchbänder nicht auf den offiziellen Weg ins Stadion bekommen haben,mussten diese anders den Weg ins selbige finden. Der Ordnungsdienst hat probiert das „Nein zum Kodex“ wegzureißen, als wir das Spruchband in der Halbzeit noch einmal präsentiert haben. Noch während der Aktion wurden Drohungen weiterer Sanktionen gegen uns ausgesprochen.

Das ist das wahre Gesicht von Werders Offiziellen in Bezug auf den Umgang mit liebenden Fans.

Wanderers Bremen

Stört die Fahne im Bild? Wird die Loge jetzt wild?

Dem aufmerksamen Beobachter mag der vermehrte Einsatz von großen Schwenkfahnen in der Ostkurve, seitdem Spiel gegen die Dortmunder Borussia, aufgefallen sein. Ergänzt wurde diese kleine Aktion von einem, an die Logen gerichteten Spruchband, mit der Frage „Stört die Fahne im Bild? Wird die Loge jetzt wild?“. Wir wollten hiermit auf die Problemtik hinweisen, dass speziell die Größe unserer Fahnen von Vereinsseite immer weiter eingeschränkt werden. Dies begründet der Verein damit, dass die Sicht für die Logenbesucher zu stark beeinträchtigt wird.
Nun gehören die Fans in den Logen ebenso zum Verein, wie auch die Fans auf den Stehplätzen in der Ostkurve.
Da wir Fahnen in allen Formen und Größen als unverzichtbaren Teil unserer Fankultur sehen, sind wir bemüht mit den Logenbesuchern direkt ins Gespräch zu kommen. Eine Lösung des Problems liegt uns genauso am Herzen, wie den Logenbesuchern. Aus diesem Grund wurde ein offener Brief an die Logenbesucher verfasst, der hoffentlich einen vernünftigen Dialog einleitet.

HB´ Crew