Nein zum Kodex! http://neinzumkodex.blogsport.de Tue, 20 Nov 2012 21:38:04 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Rückblick „Nein-zum-Kodex“-Bündnis http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/11/20/rueckblick-nein-zum-kodex-buendnis/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/11/20/rueckblick-nein-zum-kodex-buendnis/#comments Tue, 20 Nov 2012 21:37:06 +0000 Administrator Allgemein http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/11/20/rueckblick-nein-zum-kodex-buendnis/ Das „Nein-zum-Kodex“-Bündnis gründete sich zu Saisonbeginn 2011/2012, bestehend aus den Gruppen Ultra‘Boys, HB-Crew und den Wanderers Bremen. Alle drei Gruppen hatten ein angespanntes Verhältnis zu Werders Geschäftsführung, hauptsächlich, weil sie den Fan-Ethik-Kodex nicht unterschrieben haben.

Nach diversen Aktionen des Bündnisses wurde uns seitens der Geschäftsführung, über die Fanbetreuung, ein Gespräch angeboten. Zuvor wurde, aufgrund der Nicht-Unterschrift, die Kommunikation zu den Wanderers abgebrochen. Zu den Ultra‘Boys sowie der HB-Crew gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kontakt. Wir begrüßten das Angebot der Geschäftsführung, sodass wir auf das Gesprächsangebot eingingen.

Die Geschäftsführung betonte, dass es ihnen nicht mehr um die Unterschrift des Fan-Ethik-Kodexes ging, sondern darum, eine alternative Einigung zu finden, um eine Basis für zukünftige Zusammenarbeit zu schaffen, die nicht auf dem Fan-Ethik-Kodex basiert, denn beiden Seiten war klar, dass es in Bezug auf den Fan-Ethik-Kodex keine Annäherungen geben wird.
Der Geschäftsführung war wichtig zu erfahren, wie die Gruppen des „Nein-zum-Kodex“- Bündnisses zu den Themen (Anti-)Diskriminierung und Gewalt stehen.

Wie auf dem Nein-zum-Kodex Blog bereits vor dem Gespräch zu lesen war, vertreten wir einen antirassistischen Grundkonsens. Die Passage des Blog-Textes haben wir für ein Schreiben an die Geschäftsführung 1:1 übernommen. Außerdem geht von uns als Gruppen keine aktive Gewalt aus.

Die Darstellung unserer Meinung in Form eines Briefes an die Vereinsführung mit zum Teil bereits veröffentlichen Zeilen steht für uns nicht im Widerspruch zu unserer grundsätzlichen Ablehnung des „Fan-Ethik-Kodexes“.

Unser Protest richtete sich ohnehin zu keiner Zeit gegen den antidiskriminierenden Ansatz des Kodexes, sondern vielmehr gegen die allgemeine Rechtfertigung Menschen zu einer Unterschrift zwingen zu wollen; gegen die im Kodex genannten repressiven Maßnahmen bei Verstößen gegen eben diesen Kodex und die oft unklare Definition von Diskriminierung. Am Beispiel “Scheiß HSV“ erkennt man gut eine unterschiedliche Definition von Diskriminierung. Hinzu kommt die inakzeptable Einführung des „Fan-Ethik-Kodexes“ ohne Fanbeteiligung, sowie der weitere Verlauf der Kommunikation diesbezüglich.

Seit dem Gespräch mit der Fanbetreuung wurden wieder verschiedene Aktionen von uns genehmigt. Auch wenn sich die Lage wieder beruhigte, waren noch lange nicht alle Einzelheiten geklärt. In der Sommerpause und zum Saisonbeginn wurden erneut Gespräche mit der Fanbetreuung geführt. Dabei stellte sich heraus, dass, obwohl man sich auf eine Lösung fernab des Kodexes einigte, Privilegien, die andere Gruppen genießen, wie z. B. ein eigenes Kartenkontingent, unseren drei Gruppen nicht eingeräumt werden sollen.

Gerade aufgrund der teils nicht eingeräumten Privilegien und der aktuellen Verständigung zweifeln wir weiterhin stark an der Sinnhaftigkeit des Kodexes. Ebenso distanzieren wir uns von den angedrohten Sanktionen bei einer Nicht-Unterschrift eines jeden Fan(Club)s. Das bedeutet, dass wir auch weiterhin daran arbeiten, dass sich sowohl der Kodex, als auch alle davon ausgehenden Schwierigkeiten in der Auslebung der Fankultur in Wohlgefallen auflösen.

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Eingeschränkte Meinungsfreiheit im Weserstadion? http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/04/11/eingeschraenkte-meinungsfreiheit-im-weserstadion/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/04/11/eingeschraenkte-meinungsfreiheit-im-weserstadion/#comments Wed, 11 Apr 2012 15:46:40 +0000 Administrator Allgemein http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/04/11/eingeschraenkte-meinungsfreiheit-im-weserstadion/ Ohren auf – Augen auf – Meinung sagen

Beim Heimspiel gegen Hannover 96 präsentierten wir ein Spruchband zum Thema Meinungsfreiheit mit dem Inhalt: „Ohren auf – Augen auf – Meinung sagen – zum Erhalt der Fankultur“. In den folgenden Zeilen möchten wir versuchen, euch den Hintergrund dieser Problematik näher zu bringen.

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen heißt es: “Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung“. Ähnliche Regelungen finden sich auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie dem deutschen Grundgesetz wieder. Dieses Recht findet in Deutschland seine Schranken allein in den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Dieses Grundrecht ist im Weserstadion jedoch stark eingeschränkt. Nicht selten wurde in der Vergangenheit das Präsentieren von Spruchbändern, Doppelhaltern, Fahnen und Choreografien durch Vereinsoffizielle untersagt. Betroffen hiervon sind in der Regel Utensilien mit kritischem Inhalt die oftmals als diskriminierend dargestellt wurden bzw. werden. Neben dem Klassiker ,,Scheiss HSV'‘ stehen auch Inhalte wie ,,Gegen Polizeigewalt'‘ etc. auf der Verbotsliste der Oberen.

Dass Spruchbänder mit tatsächlich diskriminierendem Inhalt (z. B. rassistisch, sexistisch oder faschistisch) in unserer Kurve nichts zu suchen haben, sehen wir als selbstverständlich an. Wenn jedoch Spruchbänder, die sich z. B. gegen den Derbygegner oder gegen zu hohe Ticketpreise richten, der Zensur zum Opfer fallen, ist dies für uns in keiner Weise nachvollzieh- und hinnehmbar.

Bei Werder Bremen und nahezu jedem anderen Fußballverein ist es mittlerweile zur traurigen Routine geworden, dass Spruchbänder und Choreos über die Fanbetreuung oder ähnlichen Institutionen angemeldet werden müssen. Diese angemeldeten Aktionen werden daraufhin in den Sicherheitsbesprechungen diskutiert. Fans haben auf die Entscheidungsfindung keinen Einfluss. Die Gründe für eine Absage angemeldeter Aktionen werden den betroffenen Fans selten, oder wenn überhaupt, verspätet mitgeteilt. Dieser Umstand führt dazu, dass die Entscheidungen, die in den Sicherheitsbesprechungen getroffen werden, oft als willkürlich empfunden und die bereits angefertigten Aktionen unbrauchbar werden.

Wir erwarten auf der einen Seite von unserem Verein mehr Vertrauen in die eigenen Fans und die Abschaffung des Prinzips der Anmeldung. Auf der anderen Seite kann sich der SV Werder Bremen auf die Selbstregulierung der Kurve verlassen und darauf vertrauen, dass Spruchbänder mit tatsächlich diskriminierendem Inhalt (sollten sie wirklich den Weg in die Kurve finden) sofort unterbunden werden.
Damit würde uns Fans die Möglichkeit gegeben werden, zu zeigen, dass wir auch ohne Unterschrift hinter den Inhalten des Fan-Ethik-Kodex stehen können.

Aktives Handeln statt bloßer Lippenbekenntnisse!

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Behandlung der Gästefans beim Heimspiel gegen Mainz 05 http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/04/09/behandlung-der-gaestefans-beim-heimspiel-gegen-mainz-05/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/04/09/behandlung-der-gaestefans-beim-heimspiel-gegen-mainz-05/#comments Mon, 09 Apr 2012 18:57:57 +0000 Administrator Allgemein Texte http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/04/09/behandlung-der-gaestefans-beim-heimspiel-gegen-mainz-05/ Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Unverständnis haben wir das Vorgehen seitens der SV Werder Bremen GmbH & Co KGaA beim Bundesligaspiel Werder Bremen – FSV Mainz 05 gegenüber einigen Mainzer Fans aufgenommen.

In einem Container, innerhalb des Eingangsbereichs zum Gästesektor, wurden hier nach Aussagen einzelner Gruppen und diverser Einzelpersonen aus Mainz, männliche Personen penibel kontrolliert. Das Prozedere beinhaltete u. a. Schuhe ausziehen. Des Weiteren wurden „normale“ Gäste die z. B. mit dem PKW kamen, durch ein anderes Tor zur gleichen Zeit mit sehr laschen Kontrollen in den Gästebereich gelassen.
Uns ist nicht bekannt, dass hier von einer gesonderten Gefahr dieses Personenkreises auszugehen war.

Als Fans des SV Werder Bremen haben wir ein gesteigertes Interesse daran, dass Gäste hier im Weserstadion auch als solche behandelt werden.
Daher würden wir gerne erfahren, womit derartige Vorgänge bei besagtem Spiel gerechtfertig werden.

Mit freundlichen Grüßen

HB Crew, Ultra`Boys, Wanderers Bremen

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Fan-Ethik-Kodex von Werder: Nur Gutes im Sinn? http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/01/28/fan-ethik-kodex-von-werder-nur-gutes-im-sinn/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/01/28/fan-ethik-kodex-von-werder-nur-gutes-im-sinn/#comments Sat, 28 Jan 2012 18:49:15 +0000 Administrator Allgemein Texte http://neinzumkodex.blogsport.de/2012/01/28/fan-ethik-kodex-von-werder-nur-gutes-im-sinn/ Über die Allgemeingültigkeit des Kodexes

Im Allgemeinen sind in einem Kodex die Richtlinien für eine Personengruppe geregelt, die für alle Betroffenen gelten. Der Fan-Ethik-Kodex stellt jedoch keine verbindliche Regelung dar, denn im Gegensatz zu einer Regelung sind die betroffenen Personen nicht zwingend an die Einhaltung eines Kodexes gebunden. Laut Definition besitzt jeder Kodex eine Allgemeingültigkeit. Der Fan-Ethik-Kodex besitzt scheinbar jedoch keine allgemeine Gültigkeit, da bereits verschiedene Varianten des Fan-Ethik-Kodex unterschrieben wurden. So wurde einigen Fans und Fanclubs ermöglicht, den Kodex z. B. für ihren eigenen Fanclub abzuändern und diese Version anschließend zu unterschreiben. Zudem gibt es einige Fanclubs, die den Kodex nicht unterschrieben haben, aber weiterhin vom für Fanclubs zur Verfügung gestellten Kartenkontingent profitieren. Diese Tatsachen werden jedoch gerne verschwiegen. Für uns stellt es sich so dar, dass unauffällige und kritische Fans unterschiedlich behandelt werden. Diese unterschiedliche Behandlung beginnt damit, dass kritischen Fans, die den Kodex nicht unterschrieben haben, keine Karten mehr zur Verfügung gestellt werden.
Die Unterschrift eines Kodexes sollte auf freiwilliger Basis erfolgen. Im Falle einer freiwilligen Unterschrift liegt es nahe, dass der Unterzeichner sich auch mit den Inhalten des Kodexes identifiziert. Gerade dies sollte Sinn eines Kodexes sein. Eine erzwungene Unterschrift bringt jedoch nicht zwangsläufig eine Identifikation der Inhalte des Kodexes mit sich. Für uns stellt sich daher die Frage, ob es den Vereinsoffiziellen tatsächlich um die Inhalte geht oder ist am Ende Image alles?

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Fankodex = Die Lizenz zum Fahnen schwenken! – Teil II http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/14/fankodex-die-lizenz-zum-fahnen-schwenken-teil-ii/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/14/fankodex-die-lizenz-zum-fahnen-schwenken-teil-ii/#comments Wed, 14 Dec 2011 21:03:45 +0000 Administrator Allgemein Texte Aktionen http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/14/fankodex-die-lizenz-zum-fahnen-schwenken-teil-ii/

… Bei der geplanten Aktion gegen Stuttgart sollte ursprünglich zu Spielbeginn das „Euer Ideal“ Spruchband präsentiert werden – mit Fahnenboykott. Diese Aktion und die Aktionen vom aktuellen Spieltag sollten unsere Kritik über bestehende Verhältnisse gegenüber Werderfans äußern. Jedoch kam es zu einem Zwischenfall mit der Polizei und den Ordnungskräften von Elko, welche den geplanten Ablauf durcheinander brachten. Man hinderte uns daran Spruchbänder ins Stadion zu bringen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit gelang es uns das Spruchband zu präsentieren. Die Polizei und Elkos waren mit einem ungewöhnlich hohen Aufgebot um, und auffälligerweise auch im Stadion, aufgestellt und waren gewillt wieder massiv gegen die potenzielle Gefahr, vorzugehen, die von einem Spruchband ausgeht.

Geplant war die Aktion vom Stuttgartspiel ursprünglich so, dass zu Spielbeginn ein Spruchband mit der Aufschrift „Euer Ideal?“ präsentiert werden sollte. Dieses sollte im Kontrast zum schon präsentierten Spuchband „Unser Ideal“ stehen, welches nur mit massiven Einsatz unsererseits den Weg in die Kurve fand. Aufgrund dieser Umstände litt die potenzielle Qualität der geplanten Aktion enorm. Geplant war das „Euer Ideal ?“ Spruchband in der ersten Halbzeit hoch zuhalten und auf optische Unterstützung zu verzichten. Für uns bleibt fraglich was Ordnungsdienste und Polizei zu einer solch heftigen Reaktion brachte bzw. bringt, uns dies zu untersagen.

Um eine adäquate Alternative der „gescheiterten“ Aktion bemüht, versuchten wir kurzer Hand eine Foto-Aktion zu organisieren. Diese und weitere Aktionen in Form von Spruchbändern und Flugblättern sollten am vergangenen Spieltag gegen den VfL Wolfsburg stattfinden. Auch an diesem Spieltag war das Polizeiaufgebot erneut auffällig hoch. So war zu bemerken, dass die Fotoaktion von mehreren Polizisten begleitet und von diesen mit der Kamera festgehalten wurde. Sogar Ordnungskräfte mit Hunden wurden eingesetzt und lenkten von der Durchführung der Aktion ab. Ob ein solches Aufgebot von Polizei- und Ordnungskräften für eine Foto-Aktion notwendig ist, bleibt aus unserer Sicht fraglich.

Im Stadion präsentierten wir dann zwei Spruchbänder. Diese sollten auf genau die Verhältnisse aufmerksam machen, mit denen wir uns seit langer Zeit Spieltag für Spieltag rumplagen müssen. Auch die Geschehnisse rund um die geplanten Aktionen vom Samstag bestätigten uns in unserem Handeln erneut und fordern von uns in der Öffentlichkeit für Verständnis unserer Lage zu sorgen. Unser streben nach Freiheit wird bis zum äußersten auf die Probe gestellt. Denn eine Überwachung in Form von massiven Einsatz von Polizei und Ordnungsdienst stellt für uns keine hinnehmbare Situation dar.

Sind dies die Repressalien, die zukünftig jeder Fan zu erwarten hat, der den Fan-Ethik-Kodex kritisch betrachtet?

Ultra‘Boys, HB-Crew, Wanderers Bremen

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Anti-Kodex Fotoaktion http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/09/anti-kodex-fotoaktion/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/09/anti-kodex-fotoaktion/#comments Fri, 09 Dec 2011 15:51:34 +0000 Administrator Allgemein http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/09/anti-kodex-fotoaktion/ Moin,

wir möchten alle diejenigen aus unserem schönen Weserstadion, die dem Fan-Ethik-Kodex kritisch gegenüber stehen darum bitten, sich vor dem Spiel gegen die Wolfsburger an einer Fotoaktion zu beteiligen. Wir treffen uns dazu um 13:00 Uhr auf dem Osterdeich beim Stadionbad.
Wir zählen auf eure Unterstützung.

NEIN ZUM KODEX!

Grün-Weiße-Grüße,

Wanderers Bremen, Ultra‘Boys, HB- Crew

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Fankodex = Die Lizenz zum Fahnen schwenken! http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/04/fankodex-die-lizenz-zum-fahnen-schwenken/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/04/fankodex-die-lizenz-zum-fahnen-schwenken/#comments Sun, 04 Dec 2011 19:09:21 +0000 Administrator Texte Aktionen http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/12/04/fankodex-die-lizenz-zum-fahnen-schwenken/

Am Sonntag beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart führten wir erneut eine Aktion gegen den Fan-Ethik-Kodex durch.

Zunächst präsentierten wir das Spruchband „Fankodex = Die Lizenz zum Fahnen schwenken“. Hiermit wollen wir u. a. darauf aufmerksam machen, dass der Fan-Ethik-Kodex aus unserer Sicht überspitzt gesagt, lediglich eine Erlaubnis zum Fahnen schwenken darstellt. Wer größere Schwenkfahnen über 1,50m in die Ostkurve des Weserstadions nehmen will, braucht einen „Fahnenpass“. Dieser wurde bereits vor Jahren eingeführt. Seit Beginn dieser Saison erhalten ausschließlich Fans einen „Fahnenpass“, die den Kodex unterschrieben haben.
Des Weiteren präsentierten wir ungefähr zur Mitte der 2. Halbzeit ein großes „Unser Ideal“ -Spruchband, dass von einem kleinen Fahnenmeer abgerundet wurde. Eine laute und bunte Kurve voller Fahnen und Doppelhalter stellt für uns das ideale Bild einer Fankurve dar. Die Einschränkungen, unter denen wir aufgrund der Nicht-Unterschrift des Kodexes leiden müssen, machen es uns immer schwerer unser Idealbild der Ostkurve zu verwirklichen. Diese Einschränkungen zeigten sich am Sonntag, als wir die ursprünglich anders geplante Aktion nicht vollständig durchführen konnten…

Ultra‘Boys, HB-Crew, Wanderers Bremen

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Nein zum Kodex! …und was es damit auf sich hat http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/27/nein-zum-kodex-und-was-es-damit-auf-sich-hat/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/27/nein-zum-kodex-und-was-es-damit-auf-sich-hat/#comments Sat, 26 Nov 2011 23:20:48 +0000 Administrator Texte http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/27/nein-zum-kodex-und-was-es-damit-auf-sich-hat/ Wir sind die Ultra‘Boys Bremen, die HB´ Crew und die Wanderers Bremen und gehören zur aktiven Bremer Fanszene. Wir unterstützen unseren geliebten Sportverein immer und überall. Fußball ist unser Leben!
Wir investieren eine Menge Zeit und Herzblut in und für den Verein, woraus eine spezifische und emotional gefärbte Sicht der Angelegenheiten resultiert.
Darüber hinaus verbindet unsere drei Gruppen aber noch eine Sache, die uns von den anderen Gruppen in Bremen unterscheidet:

Wir haben den Fan-Ethik Kodex nicht unterschrieben!

    Was ist der Kodex?

Der Fan-Ethik-Kodex wurde im Jahre 2007 in Anlehnung an den Fifa-Ethik-Kodex von Werder entwickelt. Dieser ging in kompletter Eigenarbeit einiger Funktionäre des Vereins von statten. Die Fans wurden hierbei nicht in die Arbeit am „Fan“-Ethik-Kodex eingebunden. Interessant, wenn man bedenkt, dass ein offizielles Ziel des Kodexes die Förderung der Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Fans bzw. den Fangruppen sein soll. Der Inhalt bezieht sich u.a. auf Themen, wie einen respektvollen Umgang mit unseren und den gegnerischen Fans oder die Ablehnung von Diskriminierung und Gewalt. Fanclubs, die den Kodex unterschreiben, erhalten im Gegenzug sogenannte Vergünstigungen, die Selbstverständlichkeiten der letzten Jahrzehnte darstellten. Daraus ergibt sich, dass Werder im Falle einer Nicht-Unterschrift diese Selbstverständlichkeiten entzieht. So entfallen uns Vergünstigungen im Rahmen von Dauerkarten, Karten für Auswärtsspiele, Arbeitskarten, Fahnenpässe, das Recht auf Kommunikation mit der Geschäftsführung und jegliche Unterstützung vom Verein.
Wir stellen uns die Frage, warum Selbstverständlichkeiten für den Fan plötzlich von Werder erlaubt werden müssen?

    Welchen Sinn erfüllt der Kodex?

Dem regelmäßigem Stadiongänger dürfte auffallen, dass dem Inhalt des Kodexes bereits mit dem Kauf und der Benutzung der Eintrittskarte zugestimmt wird, da die Inhalte des Kodexes ohnehin nahezu identisch mit der Stadionordnung sind. Daraus folgt, dass eine Unterschrift aus rechtlicher Sicht keine Bedeutung hat. Aus unserer Sicht liegt die Motivation von Werder vor allem darin, ihr positives Image in der Öffentlichkeit zu pflegen. Für uns ist fraglich, in wie weit ein Kodex Menschen motivieren kann, sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen. Sinnvoller ist aus unserer Sicht die von Werder geleistete Aufklärungsarbeit. Eine Unterschrift kann dies nach unser Meinung nicht alleine leisten. Es scheint, als würde Werder sich damit in der Öffentlichkeit als „sozialer“ Verein profilieren wollen. Der Inhalt kann ebenso nicht das Ziel sein, denn einige Fans und Fanclubs haben sich die Möglichkeit eingeräumt, einige Passagen des Kodexes zu ändern, wodurch sich die Allgemeingültigkeit verliert. Die Grundfunktion eines Kodex ist jedoch ein allgemeingültiger Anspruch, der sich aus allen Beteiligten ergibt und somit für diese Bestand hat.

    Warum haben wir den Kodex nicht unterschrieben?

Weil wir es nicht können! Uns geht es weniger um den Inhalt des Kodexes, sondern um die Tatsache, dass wir unabhängig vom Verein agieren möchten. In den vergangenen Jahren zeigte sich anhand diverser Ereignisse, dass die Vereinsführung beim Thema Fanarbeit nicht vertrauenswürdig ist. Keiner kann uns durch eine Unterschrift bevormunden. Wir sind Fans, die einen Großteil ihrer Zeit, Geld und Nerven in ihren Verein investieren. Wir fühlen uns als Teil des eigenen Vereins und möchten auch so wahrgenommen werden. Wir sprechen von unserem Verein, wenn wir gewinnen; wir sprechen von unserem Verein, wenn wir verlieren. Zudem würden wir unserem Freiheitsgedanken, den wir als Ultras haben, durch die Unterschrift widersprechen.
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich klarstellen, dass nicht die im Kodex aufgeführten Verhaltensregeln der Grund für unsere Nicht-Unterschrift waren und sind. Auch ohne Unterschrift des Fan-Ethik-Kodex respektieren wir alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität.
In diesem Punkt könnten wir den Kodex unterstützen, jedoch ist für uns nicht hinnehmbar, dass das Auspfeifen des Schiedsrichters, Gesänge und Spruchbänder gegen den ungeliebten Gegner vom Verein als Diskriminierung definiert werden.
Es geht uns besonders um menschliche Faktoren, wie Vertrauen und Wertschätzung, die für uns als aktive Fans seit Ende der 90er Jahre nicht mehr bestehen. Die Art und Weise, wie der Kodex entwickelt und eingeführt wurde, widerspricht in unseren Augen dem eigentlichen Zweck dieses Kodexes, nämlich der besseren Kommunikation zwischen Fans und Geschäftsführung.
Wir sehen uns außer Stande, unsere emotional gefärbten und deshalb unvorhersehbaren Verhaltensweisen durch den Kodex reglementieren zu lassen. Seit Beginn dieser Saison versucht der Verein durch Sanktionen jeglicher Art, uns zu einer Unterschrift des Kodexes zu bewegen.

    Welche Folgen resultieren aus der Nicht-Unterschrift des Fan-Ethik-Kodexes für uns?

In der Anfangszeit bereitete uns die Nicht-Unterschrift kaum Probleme. Einzig von dem ohnehin schon zu geringe Kartenkontingent, dass den Ultra-Gruppen zur Verfügung steht, durften wir nicht mehr profitieren. Die Wanderers Bremen führten drei große Kurvenshows bei den DFB Pokal Finals 2009 und 2010 in Berlin, sowie dem Europapokal Endspiel 2009 in Istanbul, durch.
Mitten in den Vorbereitungen für die Finalchoreo in Berlin (Ende der Saison 2009/2010) kam es jedoch zu ersten Androhungen von Sanktionen, angesichts der nicht geleisteten Unterschrift. Seit Beginn der Saison 2010/2011 wurden die Androhungen erstmals verwirklicht, indem der Verein den Wanderers die Anmeldung von Choreos verweigerte. Diese sind jedoch bei Heim- und Auswärtsspielen zwingend notwendig. Zudem werden ihnen Transparente und jegliche optische Aktionen, wie z.B. Schwenkfahnen über 1,50m nicht mehr genehmigt. Die Teilnahme an dem neu eingerichteten Fan-Beirat, der zur besseren Kommunikation zwischen Fans und Verein beitragen soll, wird ebenfalls verwehrt.
Bis dato betrafen diese Einschränkungen nur die Wanderers, allerdings haben seit kurzer Zeit ebenso die HB´ Crew und die Ultra‘Boys mit den o.g. Sanktionen zu kämpfen.
Wir finden es demütigend unsere eigene Fahnen ins heimische Stadion „schmuggeln“ zu müssen. Wir fühlen uns vom Verein ausgegrenzt und unwillkommen in unserer eigenen Kurve.
Die Unterstützung, den Fanatismus und die Hingabe, die wir dem Verein eigentlich widmen möchten, wird uns durch die Nicht-Unterschrift des Kodexes und der daraus resultierenden Sanktionen verwehrt.

    Was wollen wir mit den Aktionen erreichen?

Wir wollen uneingeschränkt Choreos durchführen und den Verein so unterstützen, wie er es verdient. Es liegt uns am Herzen auf fankulturelle Angelegenheiten, wie z.B. Kartenpolitik oder Anstoßzeiten, Einfluss zu nehmen, Fahnen zu schwenken, Transparente zu präsentieren und kritische Meinungen frei äußern zu dürfen. Wir fordern einen fairen Umgang mit allen Beteiligten. Wir fordern eine angemessene Anerkennung und Wertschätzung für die Bemühungen von uns Fans.
Vor allem wollen wir mit diesen Aktionen eine öffentliche Diskussion über den Kodex anstoßen und alle Beteiligten für unsere Sichtweise der Thematik zu sensibilisieren. Wir werden mit weiteren Aktionen gegen diese Umstände und den Kodex kämpfen.


In diesem Sinne: NEIN ZUM KODEX!

Ultra‘Boys Bremen, HB´ Crew und Wanderers Bremen

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Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/27/emotionen-reglementieren-heisst-fankultur-verlieren/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/27/emotionen-reglementieren-heisst-fankultur-verlieren/#comments Sat, 26 Nov 2011 23:13:18 +0000 Administrator Texte Interviews Aktionen http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/27/emotionen-reglementieren-heisst-fankultur-verlieren/

Bericht der „Wanderers Bremen“ für den Erhalt der Fankultur Blog

Bei unserem Heimspiel am 12. Spieltag gegen den 1.FC Köln präsentierten wir, die Wanderers Bremen in Zusammenarbeit mit den Ultra‘Boys Bremen und der HB Crew, drei große Spruchbänder mit der Aufschrift: „Emotionen reglementieren heißt Fankultur verlieren – Nein zum Kodex!“.

Unsere Aktion war gegen den Fan-Ethik Kodex von Werder Bremen gerichtet. Genauer gesagt: Gegen den Fan-Ethik Kodex der Vereinsführung. Diese Abstufung ist uns sehr wichtig, der Verein sind wir ja schließlich alle!

Der Kodex ist ein von Werder Bremens Offiziellen aufgesetztes Schreiben, welches von allen Fanclubs unterzeichnet werden muss. Der Inhalt bezieht sich auf Themen, wie einen respektvollen Umgang mit den Fans oder die Ablehnung von Diskriminierung und Gewalt. Ausschließlich Fanclubs, die den Kodex unterschrieben haben, bekommen Vergünstigungen im Rahmen von Dauerkarten, Karten für Auswärtsspiele, Arbeitskarten und andere Unterstützung vom Verein.

Wir, die Wanderers Bremen, die Ultra‘Boys Bremen und die HB Crew, haben den Fan-Ethik Kodex nicht unterschrieben. Dies lässt sich beispielsweise mit der Tatsache begründen, dass wir keine Geschäftspartner sind, denen man einfach einen „Vertrag“ zum unterschreiben vorsetzt. Wir sind Fans, welche selbst Teil des Vereins sind. Der Kodex wurde ganz alleine von offizieller Seite aufgesetzt, ohne Mitspracherecht derer, die es betrifft. Des weiteren brauchen wir nichts zu unterschreiben, dessen Inhalt für uns selbstverständlich ist. Außerdem steht der Kodex im Konflikt mit dem Freiheitsgedanken, den Ultras nun einmal haben.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich klarstellen, dass nicht die im Kodex aufgeführten Verhaltensregeln der Grund für unsere Nicht-Unterschrift waren und sind. Auch ohne Unterschrift des Fan-Ethik-Kodex respektieren wir alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität.

Aufgrund unserer Nicht-Unterschrift haben wir vermehrt Probleme und Einschränkungen. Es werden zum Beispiel keine Choreos mehr von Werder Bremen genehmigt bzw. an die anderen Vereine weitergeleitet. Selbst das Anmelden von Bannern gehört der Vergangenheit an. Außerdem bekommen wir keinen Fahnenpass mehr, weshalb wir keine Schwenkfahnen über 1,50 Meter mit ins Weserstadion bekommen. Eintrittskarten für unsere Gruppe gibt es schon seit längerer Zeit nicht mehr und zu ,,Gesprächsrunden“ mit dem Verein wird man auch nicht mehr eingeladen. Durch die Spruchbänder wollen wir einfach auf unsere Situationen aufmerksam machen.

Da wir die Spruchbänder nicht auf den offiziellen Weg ins Stadion bekommen haben,mussten diese anders den Weg ins selbige finden. Der Ordnungsdienst hat probiert das „Nein zum Kodex“ wegzureißen, als wir das Spruchband in der Halbzeit noch einmal präsentiert haben. Noch während der Aktion wurden Drohungen weiterer Sanktionen gegen uns ausgesprochen.

Das ist das wahre Gesicht von Werders Offiziellen in Bezug auf den Umgang mit liebenden Fans.

Wanderers Bremen

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Stört die Fahne im Bild? Wird die Loge jetzt wild? http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/26/stoert-die-fahne-im-bild-wird-die-loge-jetzt-wild/ http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/26/stoert-die-fahne-im-bild-wird-die-loge-jetzt-wild/#comments Sat, 26 Nov 2011 20:47:28 +0000 Administrator Texte Aktionen http://neinzumkodex.blogsport.de/2011/11/26/stoert-die-fahne-im-bild-wird-die-loge-jetzt-wild/

Dem aufmerksamen Beobachter mag der vermehrte Einsatz von großen Schwenkfahnen in der Ostkurve, seitdem Spiel gegen die Dortmunder Borussia, aufgefallen sein. Ergänzt wurde diese kleine Aktion von einem, an die Logen gerichteten Spruchband, mit der Frage „Stört die Fahne im Bild? Wird die Loge jetzt wild?“. Wir wollten hiermit auf die Problemtik hinweisen, dass speziell die Größe unserer Fahnen von Vereinsseite immer weiter eingeschränkt werden. Dies begründet der Verein damit, dass die Sicht für die Logenbesucher zu stark beeinträchtigt wird.
Nun gehören die Fans in den Logen ebenso zum Verein, wie auch die Fans auf den Stehplätzen in der Ostkurve.
Da wir Fahnen in allen Formen und Größen als unverzichtbaren Teil unserer Fankultur sehen, sind wir bemüht mit den Logenbesuchern direkt ins Gespräch zu kommen. Eine Lösung des Problems liegt uns genauso am Herzen, wie den Logenbesuchern. Aus diesem Grund wurde ein offener Brief an die Logenbesucher verfasst, der hoffentlich einen vernünftigen Dialog einleitet.

HB´ Crew

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